Ein roter Faden – in meinem Leben?

Der Starn­ber­ger See ist mit sei­nen 25 Kilo­me­ter Län­ge Deutsch­lands fünft­grö­ßer See. Im S‑Bahn Bereich Mün­chens gele­gen, ist an sei­nem Süd­ufer den­noch nichts von der Hek­tik der Stadt zu spü­ren. Die süd­lich gele­ge­ne Berg­ket­te grüßt majes­tä­tisch. Und manch­mal erha­schen wir einen Blick auf Bay­erns Hei­li­gen Berg mit dem Klos­ter Andechs auf sei­ner Spit­ze. In die­ser Umge­bung wol­len wir uns lie­be­voll unse­rem eige­nen Leben wid­men. Wie wur­de ich gebo­ren? Wie sahen mich Omas Augen an? Wel­chen Geschich­ten lausch­te ich? Wel­che Erfah­run­gen durf­te ich sam­meln? Wor­über haben wir gelacht? Wel­chen Unsinn heck­te ich mit mei­nen Freun­den aus? Hat­te ich gehei­me Wün­sche und Zie­le? Wohin wird mich das Leben noch tragen?

Eine Suche mit Stift und Papier

Mit Stift und Papier gehen wir lie­be­voll und acht­sam auf die Suche nach dem Ver­ges­se­nen, Ver­dräng­ten, Ver­lo­re­nen. Wir las­sen uns davon über­ra­schen, welch bun­te und leben­di­ge Geschich­ten auf­tau­chen wol­len. Und welch wun­der­schö­ne Per­len unter all die gro­ßen und klei­nen Geschich­ten, die unser Leben so schrieb, zu fin­den sind.

Natür­lich kann der Work­shop auch dazu genutzt wer­den, sich in das Leben Ande­rer (Eltern, Part­ner, Kin­der) hin­ein­zu­ver­set­zen und deren Bio­gra­fie zu schrei­ben. Das hilft vor allem bei Trau­er, Miss­ver­ständ­nis­sen und ande­ren Kno­ten im Fami­li­en­sys­tem. Man kann dadurch aber auch die Lie­be zu den Ande­ren ausdrücken.

Wer dabei auf uner­war­te­te schwie­ri­ge The­men stößt, kann die­se bei Sabi­ne Dichtl und Susan­ne Debold, die uns tat­kräf­tig beglei­ten, in per­sön­li­chen Sit­zun­gen behan­deln las­sen. Auf die­se Wei­se kann sich ein Schmerz sofort lösen und in eine Res­sour­ce umwandeln.

War­um ich das Semi­nar anbiete?

Weil so vie­le Men­schen ihr Leben für lang­wei­lig und unin­ter­es­sant emp­fin­den. Weil so vie­len Men­schen an Trau­ri­ges, Unglück­li­ches den­ken, wenn ihre Kind­heit und Jugend erin­nern. Und weil noch so weni­ge Men­schen erfah­ren durf­ten, wie heil­sam Krea­tiv-Hei­len­des Schrei­ben für die See­le ist.  Dabei ist es ein­fach „nie zu spät für eine glück­li­che Kindheit.“

Für wen ich das Semi­nar anbiete?

Das Semi­nar ist vor allem für Men­schen kon­zi­piert, die Lust haben, sich selbst zu ent­de­cken; die neu­gie­rig sind, wel­che Fähig­kei­ten ihnen schlum­mern. Gera­de in schwie­ri­gen Zei­ten ent­wi­ckeln wir die meis­ten Fähig­kei­ten. Jetzt gilt es, die­se erin­nernd in unser aktu­el­les Leben zu inte­grie­ren. Sobald wir die ver­ges­se­nen Qua­li­tä­ten wie Krea­ti­vi­tät, Neu­gier­de, Gelas­sen­heit wie­der­ge­fun­den haben, ste­hen sie uns zur Ver­fü­gung und wir kön­nen die Gegen­wart nach unse­ren Wer­ten, Ideen, Wün­schen und Zie­len gestalten.

Das Semi­nar rich­tet sich des­halb an Men­schen, die Freu­de an Gemein­schaft haben und die Wei­te in ihr Leben brin­gen wol­len. Und selbst­ver­ständ­lich rich­tet sich sich auch an alle, die wis­sen, dass sie ein Recht auf Glück haben und es genie­ßen wollen.

Auf­grund von alten Beschä­mungs­er­fah­run­gen im Deutsch­un­ter­richt sind aber immer noch vie­le davon über­zeugt, dass sie nicht schrei­ben kön­nen. Doch sobald sie sich ein­mal auf das Spiel mit dem Stift ein­las­sen, fällt auch von denen die Anspan­nung ab und sie erfreu­en sich an all den Geschich­ten, die ihnen plötz­lich ent­ge­gen­strö­men. Schrei­ben ist näm­lich wie schmö­kern – nur noch viel span­nen­der.

Für Anfän­ger und Fortgeschrittene

Für das Bio­gra­fie-Schreib­se­mi­nar ist es egal, ob Sie Erfah­rung im Schrei­ben haben oder nicht. Anfän­ger wie Fort­ge­schrit­te­ne stel­len immer wie­der fest: sobald es um die eige­nen Geschich­ten geht, gibt es kein Bes­ser oder Schlech­ter, kein Rich­tig oder Falsch. Es gibt nur eins: Berührt sein.

Der Tag wird orga­nisch in Grup­pen- und Ein­zel­ar­beit, in Theo­rie und Pra­xis, in In-Sich-Rein­füh­len und Ande­ren-Zuhö­ren unter­teilt. Da Krea­ti­vi­tät Ruhe und Ent­span­nung braucht, gibt es neben dem Schrei­ben auch immer wie­der Zeit, nur für sich. Die Aben­de gestal­ten wir offen – mit Essen- und Spa­zie­ren-gehen, mit Musi­zie­ren oder Lesen und Weiterarbeiten.

Das Gäs­te­haus Maria Hilf der Mis­si­ons-Bene­dik­ti­ne­rin­nen, in dem das Semi­nar statt­fin­det, ist ein klei­nes Semi­nar-Haus. Es garan­tiert Ruhe und eine gewis­se Exklu­si­vi­tät. Die Umge­bung ist lie­be­voll gepflegt, sodass jeder sei­nen ganz eige­nen Platz zum Schrei­ben, Sin­nie­ren und Schwim­men fin­det. Wer will, kann im Gäs­te­haus über­nach­ten und an den gemein­sa­men Kurs-Mahl­zei­ten teilnehmen.

Die Kon­di­tio­nen?

Wir begin­nen am 05. Sep­tem­ber 2022 um 11:00 mit einem gemein­sa­men Ken­nen­ler­nen und ver­ab­schie­den uns am 11. Sep­tem­ber gegen 14:00. Die Anrei­se kann sowohl mit Auto als auch mit den Öffent­li­chen erfol­gen. Das Klos­ter liegt fünf Geh­mi­nu­ten vom Bahn­hof Tutz­ing ent­fernt. Für ein Ein­zel-Zim­mer mit Früh­stück und Mit­tag­essen erbit­ten die Schwes­tern 55 Euro pro Tag; also 330 Euro ins­ge­samt. Wer den Kurs allein buchen möch­te, zahlt 440 Euro.

Anmel­dung, Fragen?

Die Anmel­dung jetzt übers For­mu­lar auf der Web­sei­te oder per Email/Telefon.

Übri­gens

Die gel­ten­den Coro­na-Regeln wer­den ein­ge­hal­ten. Soll­te eine Prä­senz­ver­an­stal­tung nicht mög­lich sein, kann der Kurs zum Online-Retre­at umge­stal­tet werden.